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INSCHRIFTEN: Deckelplatte: Deckelseite links: Deckelseite rechts:
BEMALUNG Kopfteil: über Totenkopf mit gekreuztem Gebein Allianzwappen von Stockhausen/Ewald(?); Fußteil: über Totenkopf (32 K) mit gekreuztem Gebein Allianzwappen von Stockhausen/von Oeynhausen an den Deckelseiten: Sterne; am Korpus rechts Mitte: Wappen Ewald (?); links Mitte: Wappen von Oeynhausen, flankiert jeweils von geflügelten Engelsköpfen (30 K), Stundenglas und verlöschender Kerze (32 K) in Halter.
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Auf dem schwarz gebeizten Sarg hebt sich in kräftigen Farben eine Fülle von Inschriften, Wappen und Bildsymbolen ab. Waren an Bildsymbolen beim Sarg seiner ersten Gattin Anna Maria von 1761 lediglich ein Totenkopf und eine verlöschende Kerze erschienen, so fällt hier der prächtige Bildschmuck samt seiner Symbolik besonders auf. Wort und Bild sind nun gleichberechtigte Sinnträger. Erstmals bei einem Stockhausen-Sarg wird als Gegengewicht zur vanitären Motivik von Totenschädel, Kerze und Stundenglas die Auferstehungshoffnung nicht nur im Wort, sondern auch deutlich in den Bildsymbolen ausgedrückt: mit den geflügelten Engelsköpfen als Seelengeleitern und den großen Sternen auf dem Deckel, die für die Metapher von Christus als Morgenstern stehen können. Von seinen Geschwistern scheint der Hessen-Kasselsche Hauptmann Hans Ernst von Stockhausen die engsten Beziehungen nach Kassel gehabt zu haben. So stammte seine erste Frau Anna Maria aus Kassel und drei seiner Kinder wurden hier geboren. Möglicherweise läßt sich die außergewöhnliche Bilderfülle an seinem Sarg mit Kontakten zum katholischen Kreis um Landgraf Friedrich II. erklären. |