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Das Blatt zeigt ein junges Paar in heftiger Gestik einander zugewandt vor einem cippusförmigen Grabmal. Das Grabmal selbst besitzt als Front eine Leerfläche, die mit einer Inschrift zu versehen war. Dementsprechend wurden solche Blätter als Erinnerungs- und Gedenkformulare vertrieben, und sie erhielten ihren personen- oder ereignisbezogenen Aspekt durch die persönliche Widmung. Es handelt sich zwar bei diesem Blatt um kein Totengedenken, doch legt es der Grabstein als Widmungsträger nahe, daß das Blatt vorzugsweise hierfür verwendet wurde. Im Zuge einer allgemeinen Todesromantik konnten aber Friedhofs- und Grabmalmotive durchaus auch als Freundschaftsgedenken dienen. Das Blatt ist auf das Jahr 1800 gewidmet und von dem zwischen 1780 und 1801 in Wien tätigen Ignaz Alberti (auch Albrecht) gestochen. |